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Wenn ich die Statistik meiner Website mal etwas genauer betrachte, kann ich feststellen, dass 2005 zum ersten Mal die Zugriffe für August und September unter das Vorjahresniveau gefallen sind und danach für 2006 das Vorjahresniveau kaum annähernd erreichen.
Da sich an meiner Arbeitsleistung und an dieser Website nichts so dramatisch verschlechtert haben kann, dass die Ursache sich erklärt (weder bin ich krank noch doof geworden), läßt sich schließen, dass gesunkenes Kundeninteresse die ganze Branche betrifft. Dies bestätigten mir auch durchweg meine Händlerkollegen: Der Motorradbranche (und nicht nur dieser) geht es schlecht.

Es werden die wildesten Vermutungen über die Ursachen angestellt.

Unsere "gewählten Vertreter" geben sich viel Mühe, die Konjunktur auszubremsen:
Das "Kabarett", das sich unsere Politiker seit langen Jahren abhalten erinnert mich eher an Dieter Hildebrand’s Scheibenwischer als an seriöse Volksvertreter. Zumindest schaffen sie es immer wieder, der aufkeimenden konjunkturellen Stimmung das Köpfchen abzuschneiden.
Die finanzielle Belastung der Angestellten, Arbeiter sowie der kleinen und mittelständischen Betrieben steigt seit langem und lässt keine Entspannung erhoffen: Neben immer höheren Sozialabgaben, rasant steigenden Energiepreisen (Benzin, Strom und Heizmaterialien) wird auch die Steuerlast immer gewichtiger, Rententöpfe leerer und das durchschnittliche Real-Einkommen geringer. Wehe, die nächste Stufe der Steuerreform kommt !
Die Erklärungen darüber, wie das Problem entstand, schwanken mit der jeweiligen politischen Zugehörigkeit.
Meiner Meinung nach begann die Grundsteinlegung für diesen desolaten Zustand unseres Landes spätesten mit der "Kohl-Ära", wenn nicht schon davor. Jedenfalls hätte eine intelligente Regierung 1980 schon erkennen müssen, wo es hingeht und entsprechende Korrekturen durchführen müssen. Damals wie heute werden jedoch die mahnenden Stimmen überhört, ausgebremst und demontiert. Oder einfach nicht ernst genommen.

Ich weiß nicht, ob - und wenn ja - wie lange es für mich noch sinnvoll ist, in diesem Land zu leben und zu arbeiten. Eines schönen Tages werde ich Deutschland den Rücken kehren; zumindest beruflich. Begonnen habe ich damit ja schon.
Denn eine Familie alleine mit dem Lohn eines Zweiradmechanikermeisters zu unterhalten, ist im Saarland schon lange nicht mehr möglich.





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